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Aktuelles

Wir möchten Sie an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über die neusten Entwicklungen im FeKoM-Projekt informieren. Zudem stellen wir Ihnen in lockerer Reihenfolge ausgewählte Studien und Publikationen vor. Haben Sie einen Publikationsvorschlag? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an unsere Projekt-Adresse: fekom-projekt@tu-dortmund.de

Die sozialen Medien ermöglichen es Wissenschaftler*innen aus Gemeinschaften zu rekrutieren, deren Stimme in der Forschung oft nicht gehört wird. Neben Chancen kann Social-Media-Forschung für potenzielle Teilnehmer*innen und für die Wissenschaftler*innen selbst jedoch auch Risiken beinhalten. Dazu gehören etwa Gewalt, Hassrede, Stigmatisierung und Mikroaggressionen.


Das FeKoM-Team freut sich über die steigende Relevanz eines forschungsethischen Diskurses in den Sozial- und Geisteswissenschaften: Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat am 29.06.2022 eine fächerübergreifende Best-Practice-Sammlung zum Thema Forschungsethik veröffentlicht, um Forschende und Ethikkommissionen in der Konzeption und Begutachtung von Forschungsvorhaben zu unterstützen.


Vor dem Hintergrund, dass forschungsethische Gesichtspunkte im Rahmen von Forschungsprojekten immer relevanter werden, hat die „Arbeitsgruppe Forschungsethik“ des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) im Frühjahr 2021 eine bundesweite systematische Erhebung durchgeführt. Hierbei wurden circa 1.000 Forschende aus den Geistes- und Sozialwissenschaften zu ihren Unterstützungsbedarfen für die forschungsethische Begutachtung von Forschungsvorhaben befragt.


Das Team des FeKoM-Projektes hat am 28. Mai 2022 auf der 72. Jahreskonferenz der International Communication Association (ICA) die Studie „Consenting Without Being Informed: Testing Approaches to Improve Consent Procedures in Online Surveys“ in einer interaktiven Posterpräsentation vorgestellt. Die Konferenz mit dem Oberthema „One World, One Network?“ fand vom 26. bis 30. Mai in Paris statt.


Das FeKoM-Team führt derzeit eine standardisierte Online-Umfrage unter empirisch arbeitenden Forschenden aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft durch. Ziel der Umfrage ist es, die gelebte Praxis forschungsethischer Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse, konkret eingesetzte Hilfsmittel, leitende ethische Prinzipien sowie die Einbindung des Themas in die Hochschullehre auf breiter Basis zu erfassen. Eine Teilnahme ist unter https://www.soscisurvey.de/umfrage-forschungsethik/ möglich.


Social-Media-Daten sind ein wichtiger Untersuchungsgegenstand in der Wissenschaft. Sie liefern Forschenden wertvolle Informationen darüber, wie Menschen kommunizieren, Informationen suchen, Nachrichten konsumieren und ihre sozialen Kontakte pflegen. Bislang basiert ein Großteil der quantitativen Forschung zu sozialen Netzwerken auf Umfragedaten. Das Problem dabei: Teilnehmer*innen tendieren in vielen Fällen dazu, sozial adäquat zu antworten. Oftmals haben sie auch Schwierigkeiten, Muster ihrer Nutzung in den sozialen Netzwerken richtig wiederzugeben. Ziel der Autor*innen Breuer et al. ist es, diesem Problem durch die Kombination von Umfragedaten und Social-Media-Daten zu begegnen.


Im Rahmen der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft hat das FeKoM-Team den Workshop „Forschungsethik in der wissenschaftlichen Praxis – Hemmschuh oder Qualitätsmerkmal?“ veranstaltet. Elf Personen aus verschiedenen Themenbereichen der Kommunikations- und Medienwissenschaft haben sich am virtuellen Workshop mit dem Ziel beteiligt, Erfahrungen mit und Einstellungen zu Forschungsethik zu reflektieren, ein Bewusstsein für forschungsethische und methodische Dilemmata zu schaffen und sich über mögliche Lösungsansätze auszutauschen.


Das Team des FeKoM-Projektes hat am 18. Februar 2022 einen Vortrag auf der Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe „Kommunikations- und Medienethik“ gehalten. Die Tagung „Wissen kommunizieren – Ethische Anforderungen an die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft“ wurde zusammen mit dem Netzwerk Medienethik sowie in Kooperation mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing organisiert.


Voreingenommenheit und Diskriminierung sind nach wie vor ein Problem in der Forschung. Diskriminierende Praktiken bei der Konzeption oder Durchführung von Forschungsarbeiten können zu einer unethischen Behandlung bestimmter Personengruppen in der Forschung führen. Aus diesem Grund sollten Wissenschaftler*innen die Themenbereiche Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion in ihrer Arbeit stärker fokussieren.


Am Institut für Medien, Wissen und Kommunikation der Universität Augsburg findet bis März 2022 eine Workshopreihe zum Thema „Forschungsethik“ statt. Den Beginn machten die beiden FeKoM-Teammitarbeiterinnen Dr. Arne Freya Zillich und Eva-Maria Csonka am 03. Dezember mit einer digitalen Veranstaltung zu Forschungsethik in der kommunikationswissenschaftlichen Praxis.


Im Rahmen der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft wird das FeKoM-Team den Workshop „Forschungsethik in der wissenschaftlichen Praxis – Hemmschuh oder Qualitätsmerkmal?“ anbieten. Eine Anmeldung ist noch bis zum 30. November 2021 unter https://dgpuk22.de/anmeldung/ möglich. Der Workshop wird am Dienstag, den 22.02.2022, von 11 - 16 Uhr an der TU Dortmund stattfinden. Eine DGPuK-Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.


Peer Reviews sind ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Arbeiten. Dennoch gibt es immer wieder Kritik an diesem Verfahren. Unklar ist oft, wie die Herausgeber*innen und Autor*innen mit Peer-Review-Kommentaren bei der Überarbeitung ihrer Arbeit verfahren dürfen. Dürfen Kommentare der Gutachter*innen ignoriert oder gelöscht werden? Wann müssen Gutachter*innen dabei um Erlaubnis gefragt werden und wann nicht?


Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) lädt zu einer Diskussion zum Thema „Integrität und Anreizsysteme in der Wissenschaft“ ein. Ausgangspunkt ist, dass systemische Probleme zu Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen und wissenschaftlichem Fehlverhalten führen können.


„So offen wie möglich, so geschlossen wie nötig!“ – das ist das Motto vieler Forschenden beim Thema Open Data. Gesammelte Daten sollen anderen Wissenschaftler*innen zu Forschungszwecken möglichst frei zugänglich gemacht werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass diese Daten rechtlich und ethisch vertretbar generiert worden sind – so die Idee von Open Data. Leonelli, Lovell, Wheeler, Fleming und Williams betrachten in ihrem Beitrag die Herausforderungen, die sich ergeben, wenn gesundheitsbezogene Forschungsdaten aus den sozialen Medien erhoben werden.


Datentracking ist ein Vorgang, der nicht nur Wissenschaftler*innen in ihren Projekten (z. B. Eye-Tracking-Studien) vor forschungsethische Herausforderungen stellt. Auch die eigenen Daten der Wissenschaftler*innen werden mehr und mehr zur Zielscheibe, da wissenschaftliche Verlage den Wert dieser Daten für sich erkannt haben. Der AWBI (Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft) hat zu diesem Thema ein interessantes Informationspapier geschrieben, das sich in seiner Argumentation auch auf die Problematik des Datentrackings in sozialwissenschaftlichen Studien übertragen lässt.


Die Relevanz einer Beschäftigung mit forschungsethischen Fragen wird durch die jüngsten Forderungen der europäischen Universitätsvereinigung (European Association of Universities) unterstrichen, dass Ethik und Integrität bis 2030 einen „integralen Bestandteil“ der akademischen Forschung und Lehre an europäischen Universitäten ausmachen sollen.


Nicole Podschuweit beschäftigt sich in ihrem Aufsatz mit forschungsethischen Herausforderungen im Rahmen von verdeckten Beobachtungen. In der Forschung werden zwei Aspekte immer wieder vernachlässigt: Die Perspektive der Forschungssubjekte (z. B. Forschungsteilnehmer*innen) und die besondere Verantwortung derer, die sie untersuchen. Vor allem bei quantitativen Untersuchungen werden diese Punkte oftmals nicht mitgedacht.


Ein erster Meilenstein ist erreicht – unsere FeKoM-Projektwebsite ist online! Bei uns finden Sie viele Informationen rund um das Thema „Forschungsethik in der Kommunikations- und Medienwissenschaft“. Klicken Sie sich gerne einfach mal durch!