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Aktuelles

Wir möchten Sie an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über die neusten Entwicklungen im FeKoM-Projekt informieren. Zudem stellen wir Ihnen in lockerer Reihenfolge ausgewählte Studien und Publikationen vor. Haben Sie einen Publikationsvorschlag? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an unsere Projekt-Adresse: fekom-projekt@tu-dortmund.de

Im Rahmen der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft wird das FeKoM-Team den Workshop „Forschungsethik in der wissenschaftlichen Praxis – Hemmschuh oder Qualitätsmerkmal?“ anbieten. Eine Anmeldung ist noch bis zum 30. November 2021 unter https://dgpuk22.de/anmeldung/ möglich. Der Workshop wird am Dienstag, den 22.02.2022, von 11 - 16 Uhr an der TU Dortmund stattfinden. Eine DGPuK-Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.


Peer Reviews sind ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Arbeiten. Dennoch gibt es immer wieder Kritik an diesem Verfahren. Unklar ist oft, wie die Herausgeber*innen und Autor*innen mit Peer-Review-Kommentaren bei der Überarbeitung ihrer Arbeit verfahren dürfen. Dürfen Kommentare der Gutachter*innen ignoriert oder gelöscht werden? Wann müssen Gutachter*innen dabei um Erlaubnis gefragt werden und wann nicht?


Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) lädt zu einer Diskussion zum Thema „Integrität und Anreizsysteme in der Wissenschaft“ ein. Ausgangspunkt ist, dass systemische Probleme zu Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen und wissenschaftlichem Fehlverhalten führen können.


„So offen wie möglich, so geschlossen wie nötig!“ – das ist das Motto vieler Forschenden beim Thema Open Data. Gesammelte Daten sollen anderen Wissenschaftler*innen zu Forschungszwecken möglichst frei zugänglich gemacht werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass diese Daten rechtlich und ethisch vertretbar generiert worden sind – so die Idee von Open Data. Leonelli, Lovell, Wheeler, Fleming und Williams betrachten in ihrem Beitrag die Herausforderungen, die sich ergeben, wenn gesundheitsbezogene Forschungsdaten aus den sozialen Medien erhoben werden.


Datentracking ist ein Vorgang, der nicht nur Wissenschaftler*innen in ihren Projekten (z. B. Eye-Tracking-Studien) vor forschungsethische Herausforderungen stellt. Auch die eigenen Daten der Wissenschaftler*innen werden mehr und mehr zur Zielscheibe, da wissenschaftliche Verlage den Wert dieser Daten für sich erkannt haben. Der AWBI (Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft) hat zu diesem Thema ein interessantes Informationspapier geschrieben, das sich in seiner Argumentation auch auf die Problematik des Datentrackings in sozialwissenschaftlichen Studien übertragen lässt.


Die Relevanz einer Beschäftigung mit forschungsethischen Fragen wird durch die jüngsten Forderungen der europäischen Universitätsvereinigung (European Association of Universities) unterstrichen, dass Ethik und Integrität bis 2030 einen „integralen Bestandteil“ der akademischen Forschung und Lehre an europäischen Universitäten ausmachen sollen.


Nicole Podschuweit beschäftigt sich in ihrem Aufsatz mit forschungsethischen Herausforderungen im Rahmen von verdeckten Beobachtungen. In der Forschung werden zwei Aspekte immer wieder vernachlässigt: Die Perspektive der Forschungssubjekte (z. B. Forschungsteilnehmer*innen) und die besondere Verantwortung derer, die sie untersuchen. Vor allem bei quantitativen Untersuchungen werden diese Punkte oftmals nicht mitgedacht.


Ein erster Meilenstein ist erreicht – unsere FeKoM-Projektwebsite ist online! Bei uns finden Sie viele Informationen rund um das Thema „Forschungsethik in der Kommunikations- und Medienwissenschaft“. Klicken Sie sich gerne einfach mal durch!