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Das Projekt FeKoM

Forschungsethik – also der respektvolle und wertschätzende Umgang mit allen an empirischen Forschungsprojekten beteiligten Personen – ist ein wesentlicher Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis. Forschungsethik bezieht sich auf gesetzliche Bestimmungen (etwa Wissenschaftsfreiheit oder informationelle Selbstbestimmung), berücksichtigt ethische Aspekte sowie wissenschaftliche Forschungsmethodik.

In der Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Ein Grund dafür ist, dass die Forschungsgegenstände der KMW (z. B. digitale öffentliche Kommunikation) ebenso wie ihre Forschungsmethoden einem stetigen Wandel unterworfen sind und zunehmend komplexer werden. Dadurch entstehen neue (forschungs)ethische Herausforderungen. Zudem legt das Wissenschaftssystem zunehmenden Wert auf ethische Reflexion, etwa bei Drittmittelanträgen oder in wissenschaftlichen Publikationen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des vom BMBF geförderten Verbundprojektes FeKoM, evidenzbasierte, also theoretisch und empirisch fundierte Empfehlungen für eine angewandte Forschungsethik in der quantitativ forschenden KMW zu formulieren. Diese werden der Scientific Community zur Verfügung gestellt und für die Vermittlung in der Lehre aufbereitet.

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Aktuelles

Datentracking ist ein Vorgang, der nicht nur Wissenschaftler*innen in ihren Projekten (z. B. Eye-Tracking-Studien) vor forschungsethische Herausforderungen stellt. Auch die eigenen Daten der Wissenschaftler*innen werden mehr und mehr zur Zielscheibe, da wissenschaftliche Verlage den Wert dieser Daten für sich erkannt haben. Der AWBI (Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft) hat zu diesem Thema ein interessantes Informationspapier geschrieben, das sich in seiner Argumentation auch auf die Problematik des Datentrackings in sozialwissenschaftlichen Studien übertragen lässt.


Die Relevanz einer Beschäftigung mit forschungsethischen Fragen wird durch die jüngsten Forderungen der europäischen Universitätsvereinigung (European Association of Universities) unterstrichen, dass Ethik und Integrität bis 2030 einen „integralen Bestandteil“ der akademischen Forschung und Lehre an europäischen Universitäten ausmachen sollen.