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Das Projekt FeKoM

Forschungsethik – also der respektvolle und wertschätzende Umgang mit allen an empirischen Forschungsprojekten beteiligten Personen – ist ein wesentlicher Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis. Forschungsethik bezieht sich auf gesetzliche Bestimmungen (etwa Wissenschaftsfreiheit oder informationelle Selbstbestimmung), berücksichtigt ethische Aspekte sowie wissenschaftliche Forschungsmethodik.

In der Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Ein Grund dafür ist, dass die Forschungsgegenstände der KMW (z. B. digitale öffentliche Kommunikation) ebenso wie ihre Forschungsmethoden einem stetigen Wandel unterworfen sind und zunehmend komplexer werden. Dadurch entstehen neue (forschungs)ethische Herausforderungen. Zudem legt das Wissenschaftssystem zunehmenden Wert auf ethische Reflexion, etwa bei Drittmittelanträgen oder in wissenschaftlichen Publikationen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des vom BMBF geförderten Verbundprojektes FeKoM, evidenzbasierte, also theoretisch und empirisch fundierte Empfehlungen für eine angewandte Forschungsethik in der quantitativ forschenden KMW zu formulieren. Diese werden der Scientific Community zur Verfügung gestellt und für die Vermittlung in der Lehre aufbereitet.

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Aktuelles

In der 25. Ausgabe (September 2022) der „Revue Francaise des Sciences de l’information et de la commuication“ (RFSIC), die sich mit Fragen der Ethik in digitalen Kontexten aus der Sicht der Informations- und Kommunikationswissenschaft beschäftigt, wurde ein Interview mit Lars Rinsdorf, Professor für Journalistik an der TH Köln, veröffentlicht. Rinsdorf berichtet darin von seinen Einschätzungen und Erfahrungen mit Forschungsethik und ihrer Entwicklung in der deutschen Kommunikations- und Medienwissenschaft.


FeKoM-Mitarbeiterin Eva-Maria Roehse (geb. Csonka) hat am 06. Oktober 2022 auf der Jahrestagung der Fachgruppe Methoden der DGPuK einen Vortrag mit dem Titel „Social-Media-Daten als forschungsethische Herausforderung der Inhaltsanalyse – Die Sicht der Forschenden“ gehalten. Die Tagung „Die Inhaltsanalyse 2022: Innovation, Reflexion und Anwendung“ fand vom 05. bis 07. Oktober an der LMU in München statt.