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Das Projekt FeKoM

Forschungsethik – also der respektvolle und wertschätzende Umgang mit allen an empirischen Forschungsprojekten beteiligten Personen – ist ein wesentlicher Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis. Forschungsethik bezieht sich auf gesetzliche Bestimmungen (etwa Wissenschaftsfreiheit oder informationelle Selbstbestimmung), berücksichtigt ethische Aspekte sowie wissenschaftliche Forschungsmethodik.

In der Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Ein Grund dafür ist, dass die Forschungsgegenstände der KMW (z. B. digitale öffentliche Kommunikation) ebenso wie ihre Forschungsmethoden einem stetigen Wandel unterworfen sind und zunehmend komplexer werden. Dadurch entstehen neue (forschungs)ethische Herausforderungen. Zudem legt das Wissenschaftssystem zunehmenden Wert auf ethische Reflexion, etwa bei Drittmittelanträgen oder in wissenschaftlichen Publikationen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des vom BMBF geförderten Verbundprojektes FeKoM, evidenzbasierte, also theoretisch und empirisch fundierte Empfehlungen für eine angewandte Forschungsethik in der quantitativ forschenden KMW zu formulieren. Diese werden der Scientific Community zur Verfügung gestellt und für die Vermittlung in der Lehre aufbereitet.

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Aktuelles

Die sozialen Medien ermöglichen es Wissenschaftler*innen aus Gemeinschaften zu rekrutieren, deren Stimme in der Forschung oft nicht gehört wird. Neben Chancen kann Social-Media-Forschung für potenzielle Teilnehmer*innen und für die Wissenschaftler*innen selbst jedoch auch Risiken beinhalten. Dazu gehören etwa Gewalt, Hassrede, Stigmatisierung und Mikroaggressionen.


Das FeKoM-Team freut sich über die steigende Relevanz eines forschungsethischen Diskurses in den Sozial- und Geisteswissenschaften: Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat am 29.06.2022 eine fächerübergreifende Best-Practice-Sammlung zum Thema Forschungsethik veröffentlicht, um Forschende und Ethikkommissionen in der Konzeption und Begutachtung von Forschungsvorhaben zu unterstützen.